Umstellung von 50-kg- auf 25-kg-Papiersäcke

Wir haben unsere Produktion Anfang dieses Jahres von 50-kg- auf 25-kg-Papiersäcke umgestellt.

Die Umstellung erfolgte aufgrund der hohen körperlichen Belastung beim manuellen Handling der 50-kg-Säcke.
Ziel war es, die ergonomischen Anforderungen an den Arbeitsplatz zu verbessern und das Risiko von Muskel-Skelett-Belastungen zu reduzieren.

Diese Maßnahme orientiert sich an den ergonomischen Empfehlungen der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA),
der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) sowie an den Vorgaben der Lastenhandhabungsverordnung (LasthandhabV).
Deren Grundsatz ist, Belastungen durch manuelle Lastenhandhabung soweit wie möglich zu vermeiden oder zumindest zu minimieren.
Zwar besteht kein allgemeines gesetzliches Verbot für die Verwendung von 50-kg-Papiersäcken, jedoch sprechen mehrere gesetzliche Regelungen und anerkannte Empfehlungen dafür, das manuelle Heben schwerer Lasten zu reduzieren.

Insbesondere sind in Deutschland folgende Regelwerke und Empfehlungen relevant:

  • Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA): Die BAuA empfiehlt, manuelle Lastenhandhabung nach Möglichkeit zu vermeiden oder die Lasten zu reduzieren. Grundlage hierfür sind arbeitswissenschaftliche und ergonomische Erkenntnisse sowie die Lastenhandhabungsverordnung.
  • Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV): Die DGUV empfiehlt in ihren Regeln und Informationen, schwere Lasten durch technische oder organisatorische Maßnahmen zu reduzieren. Die Verringerung des Gebindegewichts stellt dabei eine anerkannte organisatorische Maßnahme dar.
  • Lastenhandhabungsverordnung (LasthandhabV): Die vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales erlassene Verordnung verpflichtet Arbeitgeber, Gefährdungen durch manuelles Heben, Tragen, Schieben oder Ziehen von Lasten zu beurteilen und geeignete Maßnahmen zu treffen, um diese möglichst zu vermeiden oder zu verringern.

Aus ergonomischer Sicht stellt das manuelle Heben einer 50-kg-Last eine sehr hohe körperliche Beanspruchung dar.
Daher werden insbesondere folgende Maßnahmen empfohlen:

  • Reduzierung des Gebindegewichts (z. B. auf 25 kg),
  • Einsatz geeigneter Hebe- und Transporthilfen,
  • Gestaltung der Arbeitsabläufe mit dem Ziel, manuelles Heben soweit wie möglich zu vermeiden.

Die Umstellung auf 25-kg-Papiersäcke trägt somit den anerkannten Grundsätzen des Arbeitsschutzes und der Ergonomie Rechnung und unterstützt die langfristige Reduzierung körperlicher Belastungen der Beschäftigten.